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Liebes Publikum, liebe Freunde des AT! 

Viel zu lange hat Corona die Akzente gesetzt – jetzt
dürfen wir uns endlich die Bühne zurück erobern. Viel Tatendrang und Spiellust hat sich bei uns angestaut, so dass wir mit viel Elan und Zuversicht in diese neue und
besondere Spielzeit starten wollen. Viel Neues haben wir für Sie vorbereitet und manches wird auch für uns neu sein.

Gleich der Saisonauftakt wird auch für uns eine neue Erfahrung sein, denn wir geben am 16.07.2021 unser Debüt bei den Sommerfestspielen auf der Burg Sonnenberg: Hoffentlich kann dann unser „Nacktputzer“ im romantischen Abendrot seinen Staubwedel schwingen. Den kann er anschließend wieder beiseite legen, denn er braucht ihn erst wieder im Oktober; dann kommt er nicht nur im AT zum Einsatz, sondern darf auch noch in einem zweiten Theatersaal seine besondere Raumpflege betreiben.

An diesem Punkt bedanken wir uns schon einmal beim Wiesbadener Kulturamt, das im Zuge der Corona-Hilfsmaßnahmen die „Marleen“-Bühne im Lili-Einkaufscenter am Hbf. angemietet hat, um sie einigen Künstlern/Theatern als größeres Ausweichquartier zur Verfügung zu stellen. Es ist Freude und Anerkennung für uns, dass wir diese Unterstützung bekommen – Herzlichen Dank dafür!

Doch bevor wir dort an fünf Terminen putzen, werden wir den „Marleen“-Saal erst einmal unsicher machen, genauer gesagt unsere beiden Nachwuchsganoven: „Zwei wie Bonnie und Clyde“. Nach der Premiere dieser turbulenten Gaunerkomödie am 24.07.2021 im AT wird es an vier Abenden im Sommer auch im „Marleen“ kriminell. Dieses Stück soll am 27.11.21 noch einmal Premiere feiern. Denn das letzte Wort bei der Spielplangestaltung hat z.Zt. eben Corona und Flexibilität wird zum wichtigsten Ensemble Mitglied. Was machen Schauspieler, wenn sie nicht auftreten können – sie proben, und wenn es ein ganzes Jahr dauert. Und wenn sie dann endlich wieder ins Rampenlicht dürfen, überschneiden sich häufig die Termine. Da unsere Nachwuchsgauner im Herbst andere Verpflichtungen haben, werden die Prinzipalin Sigrid Siewior und Holger Spreer die Rollen übernehmen und neu interpretieren. Wir führen den kriminellen Anschlag auf die Lachmuskeln auch an Silvester und an Neujahr durch!

Ähnliche Terminprobleme mit den Darstellern hatten wir auch bei unserem zweiten neuen Stück dieser Spielzeit, und so kann „Revanche“ erst am 6.11.2021 starten. 

Angesichts der Corona-Turbulenzen mutet es schon ein bisschen kühn an, bis ins nächste Jahr zu planen. Aber wir würden wohl nicht Theater machen, wenn wir nicht ein bisschen kühn wären, und so künden wir für den 15.01.2022 die Premiere von „Ein Satz zu viel“ von Eric  Assous  an – wir wollen ja schließlich unseren achten Geburtstag angemessen feiern! 

Apropos acht Jahre: So lange werden wir dann unseren komödiantischen Dauerbrenner „Männer und andere Irrtümer“ im Repertoire haben, auf den wir auch in dieser Saison nicht verzichten können und wollen. Ebenso haben wir das erfolgreiche Stück „Kleine Eheverbrechen“  von Eric Emanuel Schmitt wieder im Spielplan aufgenommen. Pausieren wird dagegen vorerst der Thriller
„Manchmal muss man eben töten“ von Ursula Schäfer. Da wir immer noch viele Anfragen für das Stück haben, wollen wir es auf jeden Fall zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen.

Den aktuellen Spielplan bereichern wird das Gastspiel von Stephan Tacke-Unterberg am 29.10.2021 mit seinem Solo „Die Räuber“ – frei nach Schiller … oder „meine Räuber“. An einigen Terminen heißt es auch wieder: Flemming liest „nicht nur … an die Frauen“!  Wir geben auch wieder dem Samtpfoten-Personal die Möglichkeit sich auszutauschen, wenn wir zum „Katzenjammer – Katzenmenschen unter sich“ einladen. Wie gewohnt haben wir auch unsere Theater-Workshops wieder im Plan und natürlich bieten wir auch weiterhin Schauspielunterricht an. Zusätzlich zu den öffentlichen
Vorstellungen können für geschlossene Veranstaltungen alle Stücke gebucht werden. 

Bleibt uns nur noch zu hoffen, dass „Oberspielleiter“ Corona unsere neuen Pläne mitträgt. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr darauf, endlich wieder vor unserem Publikum auftreten zu können – denn ohne Euch gibt es kein Theater. Wir wünschen Euch und uns, dass diese Spielzeit – mit Abstand – eine der schönsten seit langem wird! 

Eure Sigrid 

Corona-Verordnung im AT

Vorraussetzung für einen Theaterbesuch ist ein Nachweis der vollständigen Impfung, der Genesung oder ein negativer PCR bzw. Antigentest (beide nicht älter als 24 Std.) Die Möglichkeit, sich direkt vor dem Theatereingang testen zu lassen, gibt es in der Teststation der Kreuz Apotheke, jeweils freitags bis 19:30, samstags und sonntags bis 18:00. Auf das Ergebnis können Sie dann gerne im Theaterhof warten.

Wie gewohnt dürfen Sie vor der Vorstellung und in der Pause in unseren Räumen und dem Hof verweilen – natürlich möglichst immer auf den uns allen mittlerweile antrainierten 1,5 Meter Abstand achtend. Wir bitten um Aktivierung des gesunden Menschenverstands und die Einhaltung der allgemein bekannten Regeln.

Unsere Sitzplatzkapazität ist variabel, je nach Zusammensetzung des Publikums (Familien, Paare, Einzelpersonen). Am eigenen Sitzplatz darf man auf den Mund-Nase-Schutz verzichten! Bitte desinfizieren Sie beim Betreten des Theaters Ihre Hände.

Wir sind verpflichtet, Ihre Kontaktdaten aufzunehmen, die wir unter Verschluss halten und nach einem Monat löschen.Selbstverständlich, kann man sich bei uns mit Luca App registrieren. Bitte besorgen Sie sich Ihre Eintrittskartengrundsätzlich online. Wir versuchen aber auch vor Ort behilflich zu sein und gemeinsam eine Lösung zu finden.

Die Bar darf nur einzeln betreten werden und Konsum ist in diesem Bereich nicht gestattet. Grundsätzlich bieten wir nur Flaschengetränke an. Es gibt auch einen Getränkeservice am Platz. Bitte achten Sie darauf, die WC-Räume nur einzeln zu betreten.

Das AT verfügt über eine leistungsfähige Lüftungsanlage, ein High-Tech-Luftreinigungsgerät und ein Luftmessungswarngerät sowie über mehrere Fenster, so dass trotz Kellerlage jederzeit für ausreichend frische Luft gesorgt ist. Alle Kontaktflächen vor und nach jeder Vorstellung sind sorgfältig desinfiziert.

Am Ende des Abends verabschieden wir uns in diesen Zeiten ohne Handschlag und die Prinzipalin fällt Ihnen ausnahmsweise nicht um den Hals. Bleibt uns nur noch zu hoffen, dass Sie möglichst bald beim Besuch des AT – statt von Desinfektionsgeruch – wieder von einer Duftwolke aus Vanille und Kaffee empfangen werden.

Stand: Juli 2021

2021

Neues Jahr, Neujahrswünsche, neue Vorsätze… Alles wird anders !!!
… dann die Geburtstagswünsche:
am 
11. Januar feiert das AT sieben tolle Jahre!

Man darf sich doch jederzeit etwas wünschen… aber heute schreibe ich diesen Text, weil es einen Anlass gibt: ATs Geburtstag!
Menschen sind „Gewohnheitstiere“ und jetzt werden wir seit Monaten einander abgewöhnt. Es ist eigentlich genial, besser als biologische Vernichtungswaffe. Man ist noch dankbar und geht aus Angst freiwillig in die Isolation.

Isolation und Theater passen nicht zusammen.

Das Theater lebt von den Reaktionen des Publikums, vom Austausch der Energie.
Jede Vorstellung ist anders, darum kann ich sieben Jahre lang „Männer und andere Irrtümer“ spielen. Vor jeder Vorstellung ist man neugierig, wie das heute ankommt. In der Pause, wird es diskutiert und die Zuschauer versuchen, die weitere Entwicklung herauszufinden. Übrigens: Nachfragen beim Personal bringt keinen Erfolg – es besteht Schweigepflicht! Das Stück endet fast immer anders als man denkt… Sonst wäre es langweilig und das ist das AT nicht!. Nach der Vorstellung kann es gesellig werden (wenn es das Wetter erlaubt sitzen wir im Theaterhof), weitere Unterhaltung ist gewünscht… Gemeinsam nicht einsam!

In den letzten Jahren ist unsere AT-Familie konstant gewachsen. Viele Gäste sind zu Freunden geworden. Man freut sich immer Bekannte wieder zu treffen und neue Gäste kennenzulernen.

Vor einem Jahr wurden von unserem Spielplan pro Quartal 3.000 gedruckte Exemplare nachgefragt, aktuell konnte ich keine 100 Stück verteilen. Im Jahr 2020 konnten wir nur 54 Veranstaltungen durchführen, 2019 waren es noch drei Mal so viele! Silvester 19/20, mit zwei Vorstellungen, im Sommer war schon restlos ausverkauft. Nun sind fast alle Vorverkaufstellen pleite. „Pepper“ existiert nicht mehr. Der Wiesbadener Kurier druckt keine Veranstaltungstermine mehr. Wie soll unser Publikum wissen, dass wir noch aktiv sind?

Aber das Akzent Theater ist trotzdem ein kleines Schmuckstück geworden… zum Beispiel mit einer neuen Bühnenbeleuchtung. Die richtige zu finden war nicht einfach. Die Schwierigkeit bestand darin, kleinere Lampen einzubauen, die die alten aber an Leuchtkraft und Möglichkeiten übertreffen sollten. Keinesfalls durfte aber der Gewölbecharakter des Raums verloren gehen… und das wurde am Ende erreicht.

Es wurde in technische Geräte investiert, um Corona-Vorgaben einzuhalten und die Angebote der Bar haben wir auf Einzelverpackungen umgestellt. Erfolglos, es reichte nicht aus. um weiter spielen zu dürfen. Wie und wann kommen wir aus der Nummer raus? Das Staatstheater hat seinen Spielbetrieb nun bis Ostern eingestellt… Das ist leider kein gutes Omen!

Ständig wechselnde Corona-Bestimmungen hatten uns gezwungen unseren Zuschauerraum vor jeder Vorstellung flexibel umzugestalten und vor allem unser Repertoire umzuwandeln und unter den wechselnden Vorgaben neu zu erarbeiten.

Es bleiben im Repertoire: „Männer und andere Irrtümer“, „Kleine Eheverbrechen“, „Der Nacktputzer“, „Manchmal muss man eben töten“.

„Zwei wie Bonnie und Clyde“ eine Gaunerkomödie sollte am 27.11.20 seine Premiere haben. Für den kriminellen Anschlag auf die Lachmuskeln des Publikums zuständig sind Larissa Fichtner und Elias Nagel.

„Revanche“ von Anthony Shaffer mit Uwe Naumann und Jürgen Knittl steht kurz vor der Premiere, die für den 6.02.21 geplant ist. Wir proben fleißig. — “Sie wollen also meine Frau heiraten?” – „Mit Ihrer Erlaubnis, natürlich ja!“ So höflich und korrekt verläuft zunächst die Konversation. Dieses faszinierende Duell findet schließlich mit einer dramatischen Schlusspointe ein überraschendes Ende. Als „Mord mit kleinen Fehlern“ wurde das Stück 1972 mit Michael Caine und Laurence Olivier verfilmt. Im Remake des Filmes aus dem Jahr 2007 sahen wir in den Hauptrollen Jude Law und wieder Michael Caine, jetzt aber in der Rolle des Andrew Wyke… Ja, die Zeit läuft unerbittlich…

Auch Ihre und unsere Zeit … Jetzt haben wir im AT fleißig vorgekocht und eingefroren, aber wann werden wir Ihnen servieren können ?

„Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, Mensch, freue dich aufs neue, und war es schlecht, ja, dann erst recht.“ (Karl-Heinz Söhler)

2020

Wie das Leben mit uns spielt: „Corona Lockdown“ eroberte die ganze Theaterszene. 

Seit dem 8. März herrschte der Lockdown mit großem Erfolg und wollte mit keinem anderen Stück die Bühne teilen! Die Regisseure dieses Stücks haben den Ausgang offen gelassen, jeder kann sich das Ende täglich anders vorstellen. Wir versuchen, trotz der übermächtigen Konkurrenz am 21.August unser Theater zum Leben zu erwecken. Der Spielplan musste stark verändert werden!

Für den Anfang freue ich mich, Ihnen eine Vielfalt von Ein-Personen-Stücken präsentieren zu dürfen. Der weitere Spielplan wird, je nach Lage, nur scheibchenweise mitgeteilt…  Aber wir haben Einen! Unsere Erfogsstücke bleiben im Repertoire und die Spielzeit wird auf jeden Fall verlängert. Wir freuen uns auf „Kleine Eheverbechen „ voraussichtlich  im November/Dezember regelmäßig sonntags und an Silvester. „Der Nacktputzer“ und „Manchmal muss man eben töten“, teilweise in neuer Besetzung, bleiben uns weiterhin erhalten. Zwei Premieren erwarten uns im Januar/März mit ganz wunderbaren neuen Kollegen.  „Zwei wie Bonnie und Clyde – eine Gaunerkomödie, sowie „Revanche“- ein Mord mit Hindernissen…

Die Theater-Abstinenzzeit hatte auch positive Auswirkungen; mein Bürokramm ist „up to date“! Neue Ideen, neue Kontakte sind erstanden und so wie es aussieht es ergibt sich eine Möglichkeit außerhalb des AT regelmäßig zu spielen! Ich bin schon sehr neugierig, Sie auch?

Um die schwere Zeit weiterhin zu meistern, freuen wir uns über jede Unterstützung. Trotz Wiederaufnahme des Spielbetriebes haben wir ein Problem, denn unsere
Kosten bleiben gleich, nur die Einnahmen reduzieren sich auf Grund der Corona Verordnung um 60%!